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Nimm mich mit Kapitän auf die Reise. Heho’s Reisetagebuch

A chinese lion statue

Meine lieben Freunde,

um auch während meiner Reise mit euch in Kontakt zu bleiben, hab ich diesen Blog eingerichtet (bekommen ;-)! Ich möchte euch so an meiner Reise teilhaben lassen und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße

Euer Heribert

p.s. hier geht's direkt zu den Fotos, hier zu den Videos.

Ende der Sendepause

HeHo 13. April 2009

Papeete;                       Sonntag 19:30h, ca 149 Grad West und ca 19 Grad Sued.

Zeitverschiebung:   Hier gehe ich gerade Abendessen um 20:00h

Ihr geniesst vielleicht schon euer Ostermontagfruehstueck

Oder einfacher ausgedrueckt: 12 Stunden Zeitunterschied

Hallo, liebe Freunde!

Lange hat es gedauert, bis ich mich endlich wieder bei euch melde. Zuallererst möchte ich mich aufrichtig bedanken für eure Sorge und Anteilnahme – während der erzwungenen Kommunikationspause und fuer die vielen Kommentare. Wir hatten schon seriöse Probleme mit der Funkanlage aber Hansjörg, mein perönlicher Psychomechaniker, weiss auch hier, dass alles nicht so schlimm ist und tröstet mit dem Spruch: „Nichts funktioniert, einmal ist der Traktor schwanger, dann springt die Kuh nicht an“. Soweit, so lustig.

Seit einer Woche befinden wir uns nun in Papeete,

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der Hauptstadt von Tahiti und den Gesellschaftsinseln von Franzoesisch Polynesien mit den Marquesas, Archipel des Tuamotu, Archipel des Australes und Archipel des Gambiers – alles klar?

Ihr verzeiht mir hoffentlich, dass ich mich erst so spät melde, aber auf den Marquesas und bis hierher befindet sich das Internet noch in der Steinzeit. Hier, in Papeete fühle ich mich dagegen wie im virtuellen elektronischen Schlaraffenland – und ausserdem brauche ich ja eine Menge Ausreden für die Verzögerung, wie ausruhen, endlich wieder Zivilisation geniessen, Reparaturen am Schiff ausführen, u.s.w.

Bevor ich aber ausfuehrlich ueber Tahiti berichte, moechte ich noch gerne einige Luecken in meinen Berichten schliessen und viele Fotos von Galapagos; einige von der grossen Ueberfahrt und von den Markesas hochladen.


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Marisa und Reinhard

Ab Dienstag bin ich vier Tage allein in Papeete und habe dann hoffentlich Zeit, mich vor den PC zu setzen.  Am Montag stossen noch aus Zams zur Crew und ich werde die Fahrt    fuer einige Zeit unterbrechen. Die sechs noch an Bord verbleibenden machen einen Ferientoern zu den Inseln Morea, Rai Tera, Bora Bora u.s.w. Hansjoerg ist so lieb und wird mich waehrenddessen mit Berichten und Fotos versorgen. Der Position Report wird wahrscheinlich auch wieder funktionieren – so koennen wir ihre Fahrt weiterverfolgen. Seit Panama habe ich noch keinen Position gesehen, da ich erst ab jetzt die Moeglichkeit dazu hatte.Stellt euch vor, beim einloggen in den blog habe ich doch tatsaechlich mein Password fuer 5 Minuten vergessen, aber jetzt ist es wieder da – also los gehts und bis bald. Ich freu mich schon auf eure Kommentare.

Heribert

Info zur Funkstille

Jemp 21. März 2009

Liebe Besucher,

ich möchte nur berichten, das Heho und die Crew gut angekommen sind. Heho konnte uns länger keine Nachricht zukommen lassen, da zum einen die Funkantenne am Boot während eines Sturms gebrochen ist und zum anderen das Internet auf den Marquesas sehr sehr schlecht ist und eine Kommunikation über E-Mail nicht wirklich möglich ist. Am 27. März stoßen zwei neue Mitglieder zur Crew, welche eine neue Antenne im Gepäck haben. Bis zum 29. März sollte die Funk-Anlage dann repariert sein und wir hören dann vielleicht wieder was von unserem Segler.

Also bis demnächst,

lg an alle

jemp

Das Erfolgserlebnis - 03.03.2009

HeHo 4. März 2009

Heute sind die Thetis und ich zu einer Einheit verschmolzen, dass es nur so eine Freude war für mich. Auf Grund einer dringenden Segelreparatur konnte mich Friedemann nicht rechtzeitig um 13:00h ablösen und ich war gezwungen weiterzufahren. Während Friedemann und Hansjörg unter sehr widerlichen Umständen, angeleint um den Mast hängten, um am Gross eine gerissene Lasche zu nähen, verging mir die Zeit fast wie im Fluge, denn immer weniger Kurskorrekturen durch heftiges Kurbeln mit den Oberarmen waren notwendig. Ich steuerte das Schiff nur mit leichten Bewegungen des Oberkörpers und festen Griff am Ruder. Es wurde immer leichter und perfekter, so dass ich total gelöst hinter dem Steuerrad sass und die Fahrt genoss. Nach sieben Stunden Seewache musste mich dann das Reparaturteam fast losreissen vom Steuer.  Es war ein Hochgenuss mit 10 Knoten vom Wellenberg hinunterzufahren, wo dann der Bug in den nächsten Wellenberg einstach und die Gischt über das Boot spritzte. Anschliessende anerkennende Bemerkungen vom Kapitän und erstem Offizier für die Marathonwache machten dann den Tag perfekt, nur die Küche war etwas nachlässig - Wurstnudeln von gestern.
Jedenfalls hat sich die anfängliche Alt-Herren-Pilgerfahrt wegen des Ausfalls des Autopiloten zu einer ansehlichen Langzeitfahrt mit beinahe Wettbewerbscharakter entwickelt. Das gestrige Etmal war auch nicht schlecht, 180 Seemeilen, das war das beste seit der gesamten Reise, also die Goldene für unser Team und heute noch mal 171SM, das war die Bronzene.
Soviel noch zu meiner  Metamorphose  vom pensionierten Dorfschullehrer zum Leichtmatrosen mit Übergewicht, von der ich euch noch gerne ein anderes mal berichten möchte.

Von den Galapagos zu den Marquesas

HeHo 28. Februar 2009

Halbzeit zwischen Galapagos und Marquesas Gerne hätte ich schon früher geschrieben. Aber leider hat es ziemlich lange gedauert bis ich mich an die neue Routine der Seewache und Freiwachezeiten gewöhnt habe seit uns Michael und Walter verlassen haben. Es ist ganz schön anstrengend zu dritt und zu alledem ist vor zwei Tagen noch der Autopilot ausgefallen, so dass wir die restlichen zweitausend Meilen von Hand segeln müssen. Der Süd-Ost Passat macht ganz schön Wind und wirft ziemlich hohe Wellen. Wir machen im Gegensatz zum Beginn sehr gute Fahrt und werden heute Freitag 26-2-09 um ca. 18:00h Ortszeit bei Position:8Grad 03Min Süd und 113Grad 45Min West die Halbzeit der Strecke von den Galapagos zu den Marquesas feiern.

le métèque

Jemp 19. Februar 2009

Hi Heribert,

Ich habe gerade meine alten Singles durchsucht und da ist mir dieser Song in die Hände gefallen. Da hab ich natürlich gleich an unsere gemeinsamen Sangesabende denken müssen. Nicht zuletzt weil gestern auch ein Beitrag über Leonhard Cohen auf ZDF Theater lief. Ich freue mich schon wenn wir mal wieder zusammen unsere Lieblingslieder singen können, und zur Überbrückung einstweilen dieses Video. Hoffentlich hast die Kopfhörer mit ;-)

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Hallo - oder - hola, mes amigos!

HeHo 13. Februar 2009

Hoffentlich habt ihr von mir keine ausfuehrlichen wissenschaftlichen Berichte ueber die Galapagos erwartet!
Da lasse ich doch lieber die Bilder wirken. Ich vermute mal, dass ihr wegen des Gedenkjahres zu Hause von allen Medien mit Dokumentationen und Informationen ueber Darwin und die Galapagos sowieso ueberschwemmt werdet. Wahrscheinlich wisst ihr mehr ueber die Evolutionslehre als wir hier vor Ort - aber ihr werdet deswegen erst recht oft an uns denken, wegen der vielen Berichterstattung.(Hi,hi,hi…) Bis hierher war das Leben zu Wasser und zu Land ziemlich angenehm. Ab Samstag wird es dann ziemlich interessannt, denn da werden uns Michael und Walter velassen haben. Da wird der Tagesrhytmus auf dem Schiff etwas haerter - schon wegen der Wachen. Irgendwann moechte ich euch auch einmal darueber berichten, wie so ein Tag am Schiff ablaeuft und wie ich einmal das Schiff dazu brachte, sich zweimal ungewollt um die eigene Achse zu drehen - aber darueber etwas spaeter, hat ja noch etwas Zeit.
Heute habe ich schon den zweiten Ausflug zur Schildkroetenbucht (Bahia Tortuga) versaeumt.Meine Ausrede war aber OK, denn ich musste endlich die Bilder hochladen - und das dauert! Wenn ich aber ehrlich bin, so habe ich diese Zeit in der gekuehlten Internetstation sehr genossen, denn draussen hat es eine solch fuerchterliche Affenhitze, dass es mir schon bei der kleinsten Bewegung den Schweiss aus allen Poren treibt. Mein Respekt vor Darwin wird immer groesser, denn dieser Englaender hat unter diesen Bedingungen ausserordentliches geleistet. Ich hingegen moechte am liebsten den ganzen Tag Siesta halten.
Morgen, Freitag werden wir einkaufen gehen und fuer die naechsten 32 Tage Diesel, (gegen die Flauten) Wasser und Lebensmittel einbunkern - so lange kann unter mittleren Bedingungen die Ueberfahrt zu den Marquesas dauern. Hansjoerg und ich haben schon Wetten ueber die Laenge der Ueberfahrt abgeschlossen.
Ich haette gerne noch etwas Spanisch gelernt aber bald geht es auf Franzoesisch weiter. Ole!
Mit einem kraeftigen ADIOS verabschieden sich nun Michael und Walter, die unsere Fahrt bis hierher sehr bereicherten und nunmehr virtuell mitfahren wollen. Wie wohl so ein virtueller Gin - Tonic schmeckt?
Von nun an heisst es Three Man in a Boat - Ahoi und bleibt uns treu!

Ankunft in Galapagos

HeHo 7. Februar 2009

Ortszeit: 12:30h Freitag 6. Feber 2009

Nach 7 Tagen und 4 Stunden Fahrt sind wir in der Bahia Academia auf der Isla Santa Cruz vor Anker gegangen. Das entspricht einem durchschnittlichen Etmal von ca. 136 Seemeilen - echt stark - (ein Etmal ist die zurueckgelegte Distanz in 24 Stunden). Unser Kapitaen Friedemann meint, dass wir ein unsagbares Wind-und Wetterglueck hatten, denn so eine Ueberfahrt kann unter widrigen Umstaenden bis zu drei Wochen dauern.
Waehrend dieser ganzen langen Fahrt bekamen wir, ausser Walter, der waehrend einer Nachtwache zwei Fischtrawler sichtete, kein einziges Schiff zu Gesicht. Ich haette so gerne einmal Schiff ahoi gerufen, oder wie der echte Tiroler zu sagen pflegt: Hoi a Schiff! Dafuer war die Anfahrt hier umso aufregender, denn wir sahen nicht nur Delphine unweit neben uns sondern sogar Meeressschildkroeten im Hafen ein und aus schwimmen - kein Schmäh!!!
Stellt euch vor: Bevor man die Insel betreten darf, werden jedem von uns zuallererst einmal 100 Dollar Eintrittsgeld abgenommen, fuer den Nationalpark - und alles hier ist ein Nationalpark. Wir denken aber, dass es sich schon lohnen wird, allein dieser historische Boden - und die Finken, die Blaufusstoelpel, die Leguane, die Vulkane und und und!
Selbstverstaendlich werden wir unsere Ausfluege so gut wie nur moeglich dokumentieren und dann eure Computer mit Bildern vollstopfen.
Bis bald Freunde, Hansjoerg und ich warten schon sehnsuechtig auf den Landgang. Friedemann, Michael und Walter sind schon vorausgefahren mit dem Beiboot, um die Einreiseformalitaeten zu erledigen - das dauert!

Am Äquator

HeHo 6. Februar 2009

Hallo Freunde, genau um 7:47am, Donnerstag 5.Februar 09 hat mich ohrenbetäubendes Glockengeläut aus dem Tiefschlaf gerissen. Ich wunderte mich doch sehr ueber Kirchen mitten im Pazifik, aber ich war noch wie betäubt, da ich die Spaetwache von 3:00h bis 6:00 hatte.
Es war Michael, der uns mit einer an Bord vorhandenen Weihnachts CD darauf aufmerksam machte, dass wir bald den Aequator bei 87°45´West ueberqueren.
Zehn Minuten spaeter war es dann soweit und alle fuenf Mann an Bord, korrekt gekleidet, mit Schlumpfhauben und Schnorchel ausgeruestet (Fotos werden nachgeliefert), heben und trinken ein Glas Gin and Tonic auf diesen bedeutsamen Moment. Gleich darauf setzten wir noch Elianes Flaschenpost (sie hat uns nichts ueber den Inhalt des Briefes verraten) aus - es kann doch keinen wuerdigeren Platz im Pazifik geben. Entgegen aller Befuerchtungen unseres Kapitaens Friedemann, dass das Meer in diesen Breiten glatt und traege wie Oel sich gibt, machten wir wie schon seit Tagen flotte Fahrt mit ca. 7 bis 8 Knoten, so dass wir uns das Schauspiel einer neuerlichen Äquatorüberquerung gönnten, indem wir von bereits südlichen Breiten abwichen und auf Halbwindkurs die magische Nulllinie wiederholt kreuzten. Enttäuschend allerdings war die Tatsache zu sehen, dass nichts zu sehen war von der auf handelsüblichen Globen befindlichen roten Linie. Jedenfalls sagen uns die Navigationsgeräte, dass wir uns auf der Südhalbkugel befinden.
Wir erwarten morgen Vormittag auf Galapagos anzukommen.

Die Kurskorrektur

HeHo 5. Februar 2009

Dienstag 03.02.09

Urspruenglich hatten wir vor auf einem SSW Kurs von Panama zum Aequator zu segeln und uns dann dieser Linie entlang von einem Suedostwind bis zu den Galapagos schieben zu lassen. Auf halber Strecke bekamen wir aber den Wind genau auf die Schnauze und mussten daher den Kurs auf WSW korrigieren, der uns, wenn der Wind so bleibt, genau auf die Inseln zutreibt.
Das hat einerseits den Vorteil, dass wir ca. zwei Tage frueher bei den Galapagos ankommen, andererseits den Nachteil einer eben um diesen Zeitraum verschobenen Kaiserschmarrenparallelenfeier.
Hier an Bord sind wir uns alle bewusst, welches Privileg es ist hier zu sein, auf dem Archipielago de Colon, wie die Inselgruppe noch genannt wird.
Ausgerechnet im Darwin-Jahr und dazu noch am 12.02., seinem zweihundertsten Geburtstag. Erhebend. Jetzt geh´ ich einen heben!
Bis bald Freunde.

Noch 4° bis zum Äquator!

HeHo 3. Februar 2009

Sonntag 13:00h. Wache Heribert
Unsere genaue Position:
4°12´257Nord ; 81°41´121West

Langsam nähern wir uns dem Äquator, der in einer nächtlichen Clubsitzung von uns kurzerhand in Kaiserschmarrenparallele umbenannt wurde. (Kann mal schnell jemand nachgoogeln?….) Exakt an dem wir diese Linie kreuzen werden wir nicht nur eine Flaschenpost von Eliane aus Tirol aussetzen, sondern auch noch einen von Walter zubereiteten Kaiserschmarren verzehren. Dazu trinken wir Gin and Tonic.
Zur Verpflegung muss ich einige Randbemerkungen anbringen!
Mir wird immer ganz mulmig bei dem Gedanken, dass ich ab Galapagos die Verantwortung für die Verpflegung übernehmen muss, denn Walter, der uns jeden Tag mit Köstlichkeiten verwöhnt, wird am 14. Feber von Bord gehen.
Gestern gab`s beispielsweise Thunfisch Sushi und am Abend Thunfischsteaks mit Mandelreis und Currysauce. Den Fisch dazu hat er selbst gefangen, gekillt, ausgenommen und filetiert. Was habe ich dem entgegenzusetzen - vielleicht Buchteln, die brauch ich nicht fangen und töten. Ihm scheint es auch nichts auszumachen, wenn die Gasflammen der Kochstelle noch zusätzliche Hitze verströmen, zu den sowieso schon hohen Temperaturen in der Kombüse. Wer mich kennt, weiss wie ich leide.
Auf die Ankunft am Äquator haben wir schon Wetten abgeschlossen, darüber und über die Feier ein anderes Mal.
Bis bald
Heribert

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